Kritik Zeitarbeit
Besonders in Zeiten in denen der Mindestlohn in fast allen europäischen Ländern zum Standard geworden ist kommt die Zeitarbeit oder Leiharbeit mehr und mehr in die Kritik.
Hauptkritikpunkt hier ist der oft niedrige Stundenlohn des Arbeitnehmers. Die Zeitarbeitsfirma werden als Sklaventreiber bezeichnet, die sich die Hälfte des Lohnes vom Arbeitnehmer in die Tasche stecken würden.
Andere Stimmen widerrum meinen, Zeitarbeit wäre unverzichtbar. Ohne Zeitarbeit würden noch viel mehr ausländische Großunternehmen ins Ausland abwandern. Zeitarbeit sei eine gute Chance für viele Arbeitnehmer schnell und unkompliziert Arbeit zu finden.
Tatsächlich ist es so, dass man Zeitarbeit nicht mit einem normalen Arbeitsverhältnis vergleichen kann. Die Zeitarbeitsfirma kann den Arbeitnehmer in kürzester Zeit an einem völlig fremden Arbeitsort einsetzen. Das normale, deutsche Kollegenverhältnis gibt es somit nicht. Die Arbeitnehmer kommen und gehen. Oft arbeiten die Zeitarbeiter mit Arbeitnehmer der Kundenfirma zusammen, die meist deutlich mehr verdienen als die Zeitarbeiter. Dies führt oft zu Konflikten.
Die Arbeitnehmer werden oft nicht richtig in die soziale Struktur des Kundennunternehmens eingebunden.
Immer wenn es um Lohndumping geht, oder darum wie Arbeitnehmer ausgebeutet werden werden auch die Wörter Personalleasing oder Zeitarbeit genannt. Tatsächlich ist es so, dass Fremdarbeiter in der Regel weniger verdienen als ihre festangestellten “Kollegen”.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass ein kleiner Anteil von Zeitarbeitern zusätzlich zum Gehalt Arbeitslosengeld 2 beziehen muss.