Zeitarbeit und Versicherung

Bei Zeitarbeit, die synonym auch als Personalleasing oder Arbeitnehmerüberlassung bezeichnet werden kann, handelt es sich im Grunde genommen um eine Dreiecksbeziehung zwischen einem Arbeitnehmer, einem Arbeitgeber und einem Entleihunternehmen. In der Praxis stellt sich Zeitarbeit so dar, dass ein Zeitarbeitsunternehmen einen Arbeitnehmer einstellt und durch einen entsprechenden Arbeitsvertrag zu seinem Arbeitgeber wird. Allerdings wird der Arbeitnehmer nicht unmittelbar für seinen Arbeitgeber tätig, sondern von diesem meist für einen festgelegten Zeitraum an ein anderes Unternehmen ausgeliehen. Das Entleihunternehmen ist dem Arbeitnehmer gegenüber aufgabenbezogen weisungsbefugt, allerdings wird kein Vertrag zwischen diesen beiden Parteien abgeschlossen. Für die Entleihfirma bieten sich durch den Einsatz von Zeitarbeitern einige Vorteile. So können Arbeitskräfte bei Bedarf angefordert werden, da sie aber nicht angestellt sind, sind später keine Kündigungen notwendig, wenn der Personalbedarf wieder sinkt. Zudem entfallen Zeitaufwand und Kosten für die Personalabteilung, da für beispielsweise Lohnabwicklungen oder Urlaubsansprüche die Zeitarbeitsfirma als Arbeitgeber zuständig ist. Für den Zeitarbeiter ergeben sich die Vorteile, dass in recht kurzer Zeit unterschiedliche Unternehmen und unterschiedliche Aufgabenbereiche durchlaufen und auf diese Weise kennen gelernt werden können. Bei etwa 30 Prozent resultiert zudem eine Festanstellung aus dem Einsatz als Zeitarbeiter in einem Unternehmen. Die Absicherung des Zeitarbeiters fällt in den Zuständigkeitsbereich des Arbeitgebers, also des Zeitarbeitsunternehmens. Dieses ist dafür verantwortlich, dass der Zeitarbeiter bei den Sozialversicherungen gemeldet wird und führt die Beiträge für die Kranken-, die Pflege-, die Renten- , die Unfall- und die Arbeitslosenversicherung ab. Hinsichtlich der eigenen Absicherung gelten für den Zeitarbeiter die gleichen Grundsätze wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch, wobei sich der Versicherungsbedarf aus der persönlichen Ausgangssituation ergibt. Durchaus empfehlenswert insbesondere für junge Zeitarbeiter ist in diesem Zusammenhang eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die das Risiko von finanziellen Einbußen absichert, wenn die Arbeitskraft infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung abhanden kommt und die Voraussetzungen für staatliche Unterstützung nicht erfüllt sind oder aber die staatliche Hilfe nicht ausreichen würde, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Für Familienväter ist zudem eine Risikolebensversicherung empfehlenswert. Diese sichert die Angehörigen bei meist sehr niedrigen Beiträgen sicher und zuverlässig ab. In vielen Fällen ist es dabei möglich, beide Versicherungen miteinander zu kombinieren, also eine Risikolebensversicherung abzuschließen, in die eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzbaustein integriert ist.

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